Ein Besuch im Zoo – Teil I
06.November 2008 von Fahim
aus der Rubrik Trickkiste
Freunde, da hab ich aber meine Ohren gespitzt. Ich war gerade auf Besuch bei meinen Kumpels in einem holländischen Tierpark, da lausche ich der Diskussion zweier Menschen mit Kamera um den Hals, ob es denn nun Sinn macht, in einem Zoo zu fotografieren – oder eben nicht.
„Das ist ja was für Anfänger“ hört man den Einen immer wiederholen, der Andere argumentiert, er habe eben keine Zeit sich stundenlang im Ansitz zu quälen und möglicherweise ohne Bilder nach Hause zu fahren. Und Lust dazu auch nicht.
Grübel. Wer hat denn da nun recht? Genau, für Anfänger ist das was, der Zoo. Sicher nicht jeder. Aber das findet Ihr schnell selber raus. Aber wo hat ein Anfänger der Tierfotografie denn sonst noch die Möglichkeit, alle möglichen Tierarten vor die Linse zu bekommen. Ganz so einfach wie man glauben mag ist das ganze aber dann nun doch auch nicht.
Die Tiere sind teilweise ganz schön weit weg, manche sind so unverschämt und bewegen sich auch noch, stehen im Gegenlicht rum oder sind hinter unschönen Zäunen, Gittern oder Glaswänden.
Also hab’ ich mein Notizbuch gezückt und für Euch aufgeschrieben, auf was Ihr so alles achten solltet, wenn Ihr Euch mal mit der Kamera auf in den Zoo macht.
Die richtige Ausrüstung
Tja, da gehts schon los. Sagen wir mal: das kommt darauf an. Auf den Geldbeutel, die Muckis im Arm, die Ambitionen – und auf den Zoo .. Ich hör Euch schon sagen: Jetzt drückt er sich. Quatsch. Aber so ist es nun mal. Grundsätzlich seid Ihr jedenfalls gut bedient, wenn Ihr ein langes Zoomobjektiv an Eurer Kamera habt. Die modernen, kompakten Digitalkameras haben inzwischen ja bereits schon ordentlich optische Zooms eingebaut. Eine Spiegelreflex-Kamera mit einem Tele (Zoom-) Objektiv um die 200-300mm ist dann noch eine Klasse besser.
Habt Ihr auch ein Makro-Objektiv? Dann ab damit in die Tasche. Entweder überbrückt ihr so den Regenschauer im Schmetterlingshaus, oder geht in Freigehegen mal richtig nah ran – immer mit dem nötigen Respekt vor meinen Kumpels versteht sich.
Ein Stativ, entweder 1-Bein oder 3-Bein, sollte auch dabei sein. Es hilft Euch, den Bildausschnitt besser zu wählen. Außerdem wird das Licht nicht immer ausreichen, und dann könnt ihr Eure Kamera bei längeren Verschlusszeiten etwas mehr stabilisieren. Vor allem wenn die Sonne vom Himmel knallt, aber auch sonst, schraubt Euch eine Sonnenblende aufs Objektiv. Das sieht nicht nur cooler aus, sondern verhindert auch unschöne Reflexe auf dem Bild. Auch beim Fotografieren durch Scheiben ist die Sonnenblende gut zu gebrauchen.
Oh,oh,… es ist schon wieder spät geworden. Nächste Woche verrate ich Euch, wie man die ganze Technik dann richtig verwendet. Und wer von den beiden Herren Recht hatte.
Tutaonana, Fahim


