01. August 2010

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Makrofotografie: Objektive für den Einstieg

23.Dezember 2009 von Bjoern Langlotz  
aus der Rubrik Makrofotografie

Die Nah- & Makrofotografie stellt ganz besondere Ansprüche an die verwendbaren Objektive. So müssen die Objektive eine geringere Naheinstellgrenze besitzen als normale Objektive. Darüber hinaus besitzen normalen Objektive im Nahbereich eine geringere Abbildungsleistung als entsprechende Makroobjektive.
Der Einstieg mit Zooms
Wer in die Nahfotografie nur etwas reinschnuppern will und daher kein dediziertes Makroobjektiv kaufen möchte, der kann heute auf viele Zoom-Objektive zurückgreifen, die häufig ein Makrofunktion besitzen. Dies bedeutet nicht, dass diese Objektive uneingeschränkt für die Nah- & Makrofotografie geeignet sind. Vielmehr wird der Begriff “Makro” hier nur zum Marketing verwendet. “Makro” bedeutet bei Zoom-Objektiven in der Regel nur, dass ihre Naheinstellgrenze kürzer als bei normalen Objektiven ist. Dadurch erreichen Sie Abbildungsmaßstäbe von 1:3; in seltenen Fällen auch 1:2. Beides liegt klar im Nahbereich. Mit solchen Objektiven kann man schon gute Nahaufnahmen machen. Typische Vertreter sind 70-300 mm Objektive wie das hier abgebildete von Sigma.
Der Einstieg in die Makrofotografie
Der Einstieg in die Nah- & Makrofotografie gelingt am besten mit dedizierten Makroobjektiven. Glücklicherweise sind diese Objektive bis auf wenige Ausnahmen nicht extrem teuer, so dass deren Anschaffung schon beim Einstieg eine Überlegung wert ist. Dedizierte Makroobjektive sind in der Regel Festbrennweiten und keine Zooms und bieten daher eine sehr gute Bildqualität. Makroobjektive erlauben in der Regel ein Fokussieren von unendlich bis zu natürlicher Lebensgröße – also bis zu einem Abbildungsmaßstab von 1:1. Je nach Aufnahmestil, Sensorgröße und Motiven bieten sich verschiedene Brennweitenbereiche an:
Makroobjektive mit 50-60 mm Brennweite
Diese Objektive sind handlich und leicht und passen daher in jede Kameratasche. Sie eignen sich hervorragend für Aufnahmen von Pflanzen, weil ihr freier Arbeitsabstand relativ gering ist. Dadurch befindet sich zwischen Motiv und Objektiv nicht so schnell ein störendes Element. Dieser Vorteil ist jedoch gleichzeitig ein Nachteil: Soll mit einem solchen Objektiv ein Tier fotografiert werden, so muss sich der Fotograf schon sehr ruhig an das Tier heranpirschen. Dies gilt insbesondere bei Kameras mit Vollformatsensor.
Makroobjektive mit 90-105 mm Brennweite
Diese Objektive sind ebenfalls noch handlich, wenn auch nicht so klein wie ein Makroobjektiv mit 50 mm Brennweite. Diese Objektive sind meiner Erfahrung nach die besten Allrounder unter den Makroobjektiven. Sie besitzen eine ausreichend lange Brennweite um Tiere noch relativ einfach fotografieren zu können. Ihre Brennweite ist jedoch auch noch nicht zu lang, als dass sich zwischen Motiv und Objektiv zu viele störende Elemente befinden. Im Vergleich zu 50 mm Makroobjektiven stellen diese Makroobjektive den Hintergrund homogener dar, was das Freistellen des Hauptmotivs erleichtert.
Makroobjektive mit 180-200 mm Brennweite
Im Vergleich zu den beiden zuvor genannten Brennweitenbereichen sind diese Makroobjektive ausgewachsene Telebrennweiten. Dies äußert sich auch in ihrer Größe. Typischerweise sind diese Makroobjektive relativ schwer (über 1kg Gewicht) und schon recht groß.  Sie eignen sich insbesondere für Tiere und wenn es darauf ankommt, ein Motiv besonders stark vor dem Hintergrund freizustellen. Ein Problem kann jedoch der große Arbeitsabstand sein, da man leicht Elemente des Vordergrunds im Sucher übersieht.  Ein weiteres Problem ist die Anfälligkeit gegenüber Verwacklungen. Während mit Makroobjektiven bis etwa 100 mm Brennweite noch gut ohne Stativ fotografiert werden kann, sofern der Abbildungsmaßstab nicht zu groß ist, ist dies mit diesen Objektiven praktisch unmöglich. Ohne Stativ läuft hier nichts. Dies gilt insbesondre bei Kameras mit APS-C oder DX Sensoren, während bei einer Vollformatkamera selten noch der “Schuss” aus der Hand möglich ist.
Fazit:
Für den Einstieg in die Nah- & Makrofotografie empfiehlt sich tatsächlich der Kauf eines richtigen Makroobjektivs. Die Auswahl des Objektivs richtet sich dabei nach den zu erwartenden Motiven. Ich empfehle Ihnen Makroobjektive mit ca. 100 mm Brennweite, da sie eine perfekte Kombination sowohl für Pflanzen- als auch für Tier- (Insekten) Makros sind. Preislich beginnen diese Objektive bei ca. € 300,- und erreichen maximal € 900,-. Dabei lohnt sich ein Blick auf Fremdmarken, da praktisch alle angebotenen Objektive eine bestechende Bildqualität besitzen. Der Mehrpreis für das ein oder andere “Original” ist meist besonderen Ausstattungen geschuldet wie einem Bildstabilisator, der zwar in der Nahfotografie etwas hilft, im Makrobereich jedoch praktisch nutzlos ist.

Die Nah- & Makrofotografie stellt ganz besondere Ansprüche an die benötigten Objektive. So müssen die Objektive eine geringere Naheinstellgrenze besitzen als normale Objektive. Darüber hinaus haben normale Objektive im Nahbereich eine geringere Abbildungsleistung als entsprechende Makroobjektive. Eine weitere Herausforderung ist die Vielfältigkeit der Motive, die teilweise nach ganz unterschiedlichen Objektiven verlangt.Objektive-5

Ein typische Telezoom mit Makrofunktion

Ein typisches Telezoom mit Makrofunktion

Der Einstieg mit Zooms

Wer in die Nahfotografie nur reinschnuppern will, und daher kein spezielles Makroobjektiv kaufen möchte, der kann heute auf viele Zoom-Objektive zurückgreifen, die häufig eine Makrofunktion besitzen. Dies bedeutet nicht, dass diese Objektive uneingeschränkt für die Nah- & Makrofotografie geeignet sind. Vielmehr wird der Begriff “Makro” hier für Marketingzwecke verwendet. “Makro” bedeutet bei Zoom-Objektiven in der Regel nur, dass ihre Naheinstellgrenze kürzer als bei normalen Objektiven ist. Dadurch erreichen Sie Abbildungsmaßstäbe von 1:3; in seltenen Fällen auch 1:2. Beides liegt klar im Nahbereich. Mit solchen Objektiven kann man schon gute Nahaufnahmen machen. Typische Vertreter sind 70-300 mm Objektive wie das hier abgebildete von Sigma.

Der Einstieg in die Makrofotografie

Der Einstieg in die Nah- & Makrofotografie gelingt am besten mit reinen Makroobjektiven. Glücklicherweise sind diese Objektive bis auf wenige Ausnahmen nicht extrem teuer, so dass deren Anschaffung schon beim Einstieg eine Überlegung wert ist. Makroobjektive sind in der Regel Festbrennweiten und keine Zooms, und bieten daher eine sehr gute Bildqualität. Makroobjektive erlauben in der Regel ein Fokussieren von unendlich bis zu natürlicher Lebensgröße – also bis zu einem Abbildungsmaßstab von 1:1. Je nach Aufnahmestil, Sensorgröße und Motiv bieten sich verschiedene Brennweitenbereiche an:

Leichte Tele-Makros sind die Allrounder!

Leichte Tele-Makros sind die Allrounder!

Makroobjektive mit 50-60 mm Brennweite

Diese Objektive sind handlich und leicht, und passen daher in jede Kameratasche. Sie eignen sich hervorragend für Aufnahmen von Pflanzen, weil ihr freier Arbeitsabstand relativ gering ist. Dadurch befindet sich zwischen Motiv und Objektiv nicht so schnell ein störendes Element. Dieser Vorteil ist jedoch gleichzeitig ein Nachteil: Soll mit einem solchen Objektiv ein Tier fotografiert werden, so muss sich der Fotograf schon sehr ruhig an das Tier heranpirschen. Dies gilt insbesondere bei Kameras mit Vollformatsensor.

Makroobjektive mit 90-105 mm Brennweite

Diese Objektive sind ebenfalls noch handlich, wenn auch nicht so klein wie ein Makroobjektiv mit 50 mm Brennweite. Diese Objektive sind meiner Erfahrung nach die besten Allrounder unter den Makroobjektiven. Sie besitzen eine ausreichend lange Brennweite, um Tiere noch relativ einfach fotografieren zu können. Ihre Brennweite ist jedoch auch noch nicht zu lang, als dass sich zwischen Motiv und Objektiv zu viele störende Elemente befinden. Im Vergleich zu 50 mm Makroobjektiven stellen diese Makroobjektive den Hintergrund homogener dar, was das Freistellen des Hauptmotivs erleichtert.

Makroobjektive mit 180-200 mm Brennweite

Langbrennweitige Makros sind nicht als Allrounder verwendbar.

Langbrennweitige Makros sind nicht als Allrounder verwendbar.

Im Vergleich zu den beiden zuvor genannten Brennweitenbereichen sind diese Makroobjektive ausgewachsene Telebrennweiten. Dies äußert sich auch in ihrer Größe. Typischerweise sind diese Makroobjektive relativ schwer (über 1kg Gewicht) und schon recht groß.  Sie eignen sich insbesondere für Tiere und wenn es darauf ankommt, ein Motiv besonders stark vor dem Hintergrund freizustellen. Ein Problem kann jedoch der große Arbeitsabstand sein, da man leicht Elemente des Vordergrunds im Sucher übersieht.  Ein weiteres Problem ist die Anfälligkeit gegenüber Verwacklungen. Während mit Makroobjektiven bis etwa 100 mm Brennweite noch gut ohne Stativ fotografiert werden kann, sofern der Abbildungsmaßstab nicht zu groß ist, ist dies mit diesen Objektiven praktisch unmöglich. Ohne Stativ läuft hier nichts. Dies gilt insbesondere bei Kameras mit APS-C oder DX Sensoren, während bei einer Vollformatkamera selten noch der “Schuss” aus der Hand möglich ist.

Fazit:

Für den Einstieg in die Nah- & Makrofotografie empfiehlt sich der Kauf eines richtigen Makroobjektivs. Die Auswahl des Objektivs richtet sich dabei nach den zu erwartenden Motiven. Ich empfehle Ihnen Makroobjektive mit ca. 100 mm Brennweite, da sie eine perfekte Kombination sowohl für Pflanzen- als auch für Tier- (Insekten) Makros sind. Preislich beginnen diese Objektive bei ca. € 300,- und erreichen maximal € 900,-. Dabei lohnt sich ein Blick auf Fremdmarken, da praktisch alle angebotenen Objektive eine bestechende Bildqualität besitzen. Der Mehrpreis für das ein oder andere “Original” ist meist besonderen Ausstattungen wie einem Bildstabilisator geschuldet, der zwar in der Nahfotografie etwas hilft, im Makrobereich jedoch praktisch nutzlos ist.

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