01. August 2010

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Faszination Nah- und Makrofotografie

02.November 2009 von Bjoern Langlotz  
aus der Rubrik Makrofotografie

Faszination Makrofotografie

Die Nah- und Makrofotografie ist ein eigener Bereich der Fotografie, der sich mit der Abbildung kleiner Motive beschäftigt. Was bedeutet jedoch klein? In der Landschaftsfotografie fotografiert man sehr große Motive – häufig mit Ausdehnungen von einigen Kilometern – und in der Tierfotografie sind die Motive ähnlich groß wie der Fotograf. In der Nah- und Makrofotografie sind die Motive jedoch viel kleiner. Typischerweise liegen sie im Bereich von etlichen Zentimetern bis einigen Millimetern. Die Nah- und Makrofotografie bezeichnet also kein Motiv, wie die zuvor genannten Bereiche der Fotografie, sondern beschreibt die Größe der Motive. Sie ist also kein Teil der Naturfotografie, wie häufig behauptet wird, wenn auch viele der Motive aus der Natur stammen.

Das reizvolle Kleine

Doch wo fängt nun die Nah- und Makrofotografie an und wo hört sie auf?

Bildet man ein Motiv bis zu 10-mal kleiner ab als in der Realität, so spricht man von Nahfotografie. Bildet man es hingegen in seiner realen Größe oder maximal 20-mal größer auf dem Chip beziehungsweise Film ab, so spricht man von Makrofotografie.

Die Nah- und Makrofotografie ist wie kaum ein anderer Bereich der Fotografie in der Lage den Betrachter in ihren Bann zu ziehen. Dies liegt maßgeblich an ihren Motiven. In vielen Bereichen der Fotografie fallen die Motive in unsere tägliche Wahrnehmung. Die Motive der Nah- und Makrofotografie können ebenfalls alltägliche Dinge sein, doch durch den engen Bildausschnitt und den großen Abbildungsmaßstab treten neue Aspekte und Details des Motivs hervor, die sich unserer täglichen Wahrnehmung entziehen. Dadurch kann man den Betrachter immer wieder von neuem mit ungewöhnlichen Motiven überraschen ohne weite Reisen unternehmen zu müssen.

Motive allerorts

Zu Hause

Da die Nah- und Makrofotografie nur durch die Größe der Motive definiert ist, bietet sie eine große Vielfalt an Motiven. So ist es nicht überraschend, dass man an jedem erdenklichen Ort Nah- und Makroaufnahmen anfertigen kann. Selbst ein Blumentopf – nebst Inhalt – bietet interessante Foto-Möglichkeiten. Auf den ersten Blick mag ein Blatt kein sehr attraktives Motiv ergeben. Hält man das Blatt jedoch gegen das Fenster und betrachtet es im Gegenlicht, treten die Adern des Blatts hervor, die sich im Gegenlicht leicht fotografieren lassen. Darüber hinaus bieten Blumen eine Vielzahl an Fotomöglichkeiten. Angefangen bei Detailaufnahmen des Blütenstempels oder der Staubblätter bis hin zur Fotografie von Blumengestecken sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.

Orchidee ganz nah

Draußen auf der Wiese und am Teich

Wiesen bieten sich jedoch nicht nur aufgrund von Blumen an. Hier finden sich ebenso Insekten, die nur darauf warten abgelichtet zu werden. Insekten sind hoch interessante Motive, die sich durch ihren Körperbau sehr von anderen Tieren unterscheiden. Dies führt bei engen Bildausschnitten zu den verschiedensten Reaktionen beim Publikum, da es auf den ersten Blick nicht erkennt, um was es sich handelt. Amphibien und Reptilien sind ebenfalls beliebte Motive. Angefangen beim Wasserfrosch bis hin zu Salamandern, exotischen Echsen und Schlangen in Zoos kommt selten Langeweile auf. Auch wenn Mitteleuropa nicht unbedingt bekannt für seine reichhaltige Reptilienfauna ist, gibt es vieles zu entdecken.

Libelle im Flug

Auch ohne Natur begeistert die Nah- & Makrofotografie

Aber auch die unbelebte Natur mit Mineralien und Fossilien bietet eine Fülle an Motiven, mit denen Sie Ihr Publikum überraschen können. Die Nah- und Makrofotografie beschränkt sich jedoch nicht nur auf Motive aus der Natur. Auch ganz alltägliche Motive wie eine Armbanduhr oder ein Uhrwerk können mittels der Nah- und Makrofotografie in Szene gesetzt werden. Darüber hinaus sind viele Fotos von Produkten, die man in Zeitungen oder bei eBay sieht, Nah- oder Makroaufnahmen.

Uhrwerk

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