Druckqualität, Auflösung und Dateigröße
05.Mai 2009 von Globell Marketing
aus der Rubrik Bildbearbeitung
Sobald Sie sich entscheiden, Ihre Bilder auszudrucken, sollten Sie sich näher mit den Zusammenhängen zwischen Dateigröße und -format und der benötigten Druckgröße bzw. -qualität beschäftigen.
Um bei den Grundlagen und somit der kleinsten Einheit zu beginnen sei an dieser Stelle angemerkt, dass sich ein digitales Bild aus kleinen, farbigen Quadraten – sogenannten Pixeln (also einer Zusammenführung von Picture und Elements, den englischen Begriffen für Bildpunkte) – zusammensetzt. Wie bei einem Mosaik ergeben die einzelnen Bildelemente zusammengenommen das Gesamtbild.
Ein digitales Bild besteht aus einer festen Anzahl von Pixeln, wobei die Werte zwischen einigen Tausend bis hin zu Millionen liegen und bei den heutigen Digitalkameras vor Aufnahme eingestellt werden können. Wenn Sie nun auf den Auslöser drücken, wird eine digitale Datei erstellt, die genau die vorgewählte Anzahl von Pixeln (z.B. 3008 x 2008 Pixel entspricht einer Auflösung von ca. 6 Megapixeln), enthält und die genaue Farbe der einzelnen Pixel definiert.
Die Bildqualität ist aber nicht nur abhängig von der Auflösung sondern auch von der Komprimierung der einzelnen Bildformate. Allgemein gilt: je mehr Pixel in einem möglichst unkomprimierten Format vorliegen, desto höher ist die Detailgenauigkeit und die maximale Ausdruckgröße. Allerdings sollten Sie berücksichtigen, dass sich in diesem Fall natürlich auch Ihre Dateigröße erhöht und Sie mehr Speicherplatz benötigen. Die Bilder lassen sich deswegen eventuell langsamer bearbeiten und drucken.
Doch zurück zum Ausdruck: Sie haben ein Bild mit einer bestimmten Pixelanzahl (z.B. 6 Megapixel) und möchten es ausdrucken. Hierbei passiert nichts anderes, als dass die vorhandenen Pixel in Punkte umgerechnet werden. Ihr Drucker erhält zwei Arten von Informationen: aus wie vielen Pixeln das Bild besteht und wie viele Pixel er auf welche Papiergröße verteilen soll.
Diese Angaben werden in dpi (also dots per inch oder Bildpunkte pro Zoll) angegeben und definieren somit die Druckauflösung. Allgemein gilt auch hier: je mehr Punkte pro Zoll Sie zur Verfügung haben, desto feiner und detaillierter ist das Druckergebnis.
Nehmen wir noch einmal das Beispiel von oben. Sie möchten ein Foto mit 3008 x 2008 Pixeln ausdrucken. Abhängig von der eingestellten Druckauflösung variiert auch die Größe Ihres Ausdrucks, wie in der folgenden Rechnung leicht nachzuvollziehen ist:
Ausdruck mit 300 dpi:
3008 Pixel in der Breite : 300 dpi = 10″ also ca. 25 cm
2008 Pixel in der Höhe: 300 dpi = 6,7 ” also ca. 17 cm
Ausdruck mit 150 dpi:
3008 Pixel in der Breite: 150 dpi = 20″ also ca. 50 cm
2008 Pixel in der Höhe: 150 dpi = 13,4 ” also ca. 34 cm
Somit zeigt sich, dass sich die Ausdrucksgröße verdoppelt, wenn wir die Druckauflösung halbieren.
Beim Offsetdruck und bei Fotoabzügen hängt die benötigte Auflösung vom Ausgabeverfahren und vom Gerät ab. Die meisten Belichter arbeiten mit 200 oder 400 ppi Auflösung. Meist gibt Ihnen der Dienstleister Auskunft, welches die beste Auflösung ist. Beim Offsetdruck sollte jede Auflösungsänderung für den Druck mit der Druckerei abgesprochen werden.
Autor: Globell Marketing


