Rotschnabel-Madenhacker: Die Putzkolonne Afrikas
28.Dezember 2008 von Viola Brandt
aus der Rubrik Aus der Natur

Kudu mit seinem kleinen Putzer (Foto: Viola Brandt)
Rotschnabel-Madenhacker halten sich mit Vorliebe auf grossen Wildtieren auf und nutzen diese als Transportmittel. Die geselligen Vögel sind in den Savannen Mittel- und Ostafrikas zu Hause und suchen die Haut bzw. das Fell ihrer Wirte nach Parasiten ab, die sie mit ihren großen Schnäbeln entfernen.
Damit leisten sie nicht nur einen Beitrag zur Seuchenbekämpfung – blutsaugende Parasiten wie z.B. Zecken übertragen viele Krankheiten -, sondern warnen ihre weidenden Wirtstiere auch frühzeitig über sich nähernde Räuber.
Es gibt jedoch Untersuchungen, dass die Madenhacker in den Wunden der Wirtstiere picken und Blut bzw. kleine Stückchen aus den Wundrändern fressen. Auch Ohrenschmalz scheinen sie nicht zu verschmähen. Somit wird der kleiner Helferlein fast selbst zum Parasiten.

Madenhacker beim Schwätzchen (Foto: Viola Brandt)
Wirtstiere sind z.B. Antilopen, Nashörner, Büffel, Giraffen oder auch Nilpferde. Interessanterweise sieht man Madenhacker nicht auf Elefanten. Sie gehören zur Familie der Stare und können bis zu 18 Jahre alt werden.


